Festplatte defekt – Daten retten möglich?

Jeder der viel und oft am Computer arbeitet kennt dieses Problem. Man startet den Computer und statt dem Start des Betriebssystems, passiert einfach nichts. Natürlich ist der erste Gedanke nun, dass lediglich mal wieder das Windows den Geist aufgegeben hat. Meist ist dies auch der Fall. Allerdings kann es in seltenen Fällen auch viel schlimmer kommen. Die Festplatte hat ihr Zeitliches gesegnet.

Dem Festplattendefekt vorbeugen

Ist eine Festplatte defekt, passiert dies nur sehr selten von heute auf morgen. Viel mehr kündigt sich ein solcher Defekt bereits über Wochen oder gar Monate an. Ein gutes Indiz dafür, dass eine Festplatte nicht mehr lange mitspielt, ist es, wenn man beim Benutzen des Computers bereits öfters ein leises Klackern hört oder man meint, dass die Platte sich unrund dreht. Aber auch während der Arbeit kann man es feststellen, wenn das Betriebssystem immer wieder Fehlermeldungen erzeugt und einzelne Dateien sich nicht mehr öffnen lassen. Ist dies der Fall, ist wohl sehr bald die Festplatte defekt.

Daten retten

Vor allem, wenn bereits vorher einzelne Dateien defekt waren, kann man davon ausgehen, dass nicht die ganze Festplatte defekt ist, sondern nur einzelne Bereiche darauf. Um möglichst viele Daten zu retten, kann man hierbei noch zu einem Trick greifen. Man lädt eine LiveCD eines Linux-Betriebssystems herunter, wie beispielsweise Ubuntu oder OpenSuse und brennt diese auf eine CD. Beim nächsten Systemstart lädt man nun diese, statt von der defekten HDD zu starten. Unter dem Dateibrowser bekommt man nun oftmals dennoch die Festplatte angezeigt, mit ihren enthaltenen Dateien. Diese muss man dann einfach auf einen eingesteckten USB-Stick kopieren und schon sind sie gesichert. Dies ist eine einfache Methode um seine Dateien zu sichern, bis eine neue Festplatte beschafft ist.

Datenrettung von Profi

Ist der Lesekopf der Festplatte defekt oder lässt sich auch per Live-Linux nichts mehr retten, gibt es spezielle Firmen, die sich auf die Rettung wichtiger Daten spezialisiert haben. Diese versuchen dann möglichst viele der Dateien zu retten. Allerdings kann diese Methode je nach Aufwand sehr kostspielig sein und eignet sich daher nur für sehr wichtige Daten.